Das nächste „big thing“ – Smartwatch?

| 14. Oktober 2013 | 0 Comments

 

Smartphone? Hat heute doch fast jeder

Die Chance, dass Sie als Leser dieser Webseite ein Smartphone Besitzer sind dürfte bei nahezu 100% liegen. Und damit sind Sie natürlich in guter Gesellschaft mit vielen, vielen anderen Smartphone Besitzern.

Und warum auch nicht? Smartphones sind heute sehr leistungsstark. Das waren PC’s in ihrer Anfangszeit lange Zeit nicht! Oder die ersten Laptop’s …

Ein Smartphone bietet immer und überall die Möglichkeit typische EDV Aufgaben zu erledigen, wie Email lesen und schreiben, im Internet zu surfen und darüber hinaus Textverarbeitung, Tabellenkalkulation oder Präsentationen zu nutzen. Und dann natürlich texten, Foto/Video Aufnahmen, Video Telefonie, Navigation, … und und und. Sogar Spiele … „there is an app for that“ sagt bereits aus, dass es für praktisch alles eine Lösung per Smartphone gibt.

Und die wichtigsten Informationen erhält man sogar direkt auf dem Sperrbildschirm per push. Sogar die Uhrzeit.

Sogar die Uhrzeit

Das Smartphone hat Unmengen von Funktionen übernommen und damit andere Technologien ersetzt. Oder tragen Sie noch einen mp3 Player mit sich herum? Oder einen Fotoapparat für spontane Fotos? Nutzen Sie noch öffentliche Telefone? Oder ein externes Navi? Oder eine Armbanduhr?

Eine Armbanduhr? Ja, das Smartphone hat eine Armbanduhr zu Mode Accessoire werden lassen. Das Smartphone hat man ständig in der Hand und wenn nicht, dann erinnert uns der Kalender oder weitere Erinnerungsfunktionen an wichtige Dinge.

next big thing – eine Smartwatch?

Samsung Galaxy Gear

Hey, ich habe gerade mein Handgelenk befreit und dennoch mehr Services zur Verfügung als je zuvor. Und jetzt soll eine Smartwatch das „next big thing“ sein? Wozu? Nur um auf einem Mini Display einen Bruchteil dessen zu erleben, was mein Smartphone komplett erledigt? Ganz sicher nicht!

Neben einigen ersten Smartwatches hat es ja nun auch der grösste Smartphone Hersteller Samsung vor einigen Monaten getan … mit der Galaxy Gear gibt es die lang erwartete Smartwatch von Samsung … mit grosser Ankündigung unmittelbar vor der ifa in Berlin.

Ach, Sie haben das gar nicht mitbekommen? Oder schon wieder vergessen? Verständlich.

Es ist natürlich ein weiteres Gadget auf dem Weg zur möglicherweise Lösung mit Mehrwert, aber noch ist es nicht soweit. Aber andere Gadgets haben schon den Weg an viele Handgelenke gefunden … Armbänder zur Aufzeichnung von Sportaktivitäten (activity tracker). Da hat bereits ein kleiner Boom stattgefunden. Und alle diese Entwicklungen lassen sich auch in Zahlen fassen.

Fakten 2013

Marktanteile Stand 2013:

  • activity tracker 96%
  • Smartwatches 3%
  • Smartglass < 1% (Dies sind Brillen mit integrierter Technologie, wie z.B. Google Glass)

Doch die Erwartungen bei Smartwatches sind gigantisch gross. Erste Versuche hat ja bereits Samsung mit der Galaxy Gear unternommen. Ebenso gibt es die relativ erfolgreiche Pebble und Sony startet derzeit auch mit einem weiteren Model. Der Marktanteil von Smartwatches ist aber nur 3%.

Doch schon in 2017 soll sich dieser Marktanteil deutlich ändern. Smartwatches werden einen Grossteil des heutigen activity tracker Markt aufsaugen und die Funktionen integrieren.

Erwartungen Marktanteile 2017:

  • Smartwatches 55%
  • activity tracker 33%
  • Smartglass 12%

Liegt also das Wachstum für den Smartwatch Markt im Bereich Sport? Natürlich nicht, oder kennen Sie heute jemanden, der ein Smartphone nur zur Aufzeichnung seiner sportlichen Aktivitäten kauft? Das gilt genauso für die Smartwatches.

Was bringt die Zukunft?

Eine Smartwatch, die nur bestehende Funktionen des Smartphones spiegelt stellt keinen Mehrwert dar. Daher ist der Marktanteil heute auch noch sehr niedrig. Was aber, wenn andere Funktionen zum Handgelenk kommen, die für uns heute mehr Aufwand bedeuten? Das würde doch Nachfrage generieren.

Nur … welche Funktionen sollen das sein?

Smartwatches werden sich vielleicht zu eigenständigen Geräten weiterentwickeln, also nahezu vollkommen unabhängig von Smartphones sein. Sollte das gelingen und damit viele Vereinfachungen und Bequemlichkeiten noch näher zu uns kommen (als heute schon das immer in Reichweite befindliche Smartphone), dann wird der Boom einsetzen.

Verändert Apple wieder einmal die Welt?

Es kann tatsächlich sein, dass es wieder einmal Apple sein wird, die unsere bisher bekannte Welt verändern könnten.

Aufkommende Gerüchte zeigen nämlich genau die Vorteile am Handgelenk auf, die heutige Smartwatches nicht liefern. Die in vielen Gerüchten genannte Apple iWatch soll nur einige Erweiterungen für das iPhone bieten, aber zur Schnittstelle zu Steuerungen im Haushalt werden. Und das fängt mit einfacher Steuerung von Heizung, Licht, Musik und Fernsehen sicherlich erst an. Wie wäre es z.B. mit automatischer Lichtsteuerung beim Betreten der Wohnung? Oder angepasste Wunschmusik beim Betreten eines bestimmten Zimmers? Und das sind nur ein paar erste Ideen.

B2C oder B2B? Oder B3E?

Als nächstes stellt sich die Frage, wer der potentielle Kunde einer Smartwatch sein könnte. Derzeit zielen alle Angebote auf B2C, also auf den Endverbraucher. Aber mit neuen Service Angeboten kann der Markt schnell für Unternehmen interessant werden (B2B). Ähnlich wie die Steuerung im eigenen Heim sind aber auch Services für Mitarbeiter denkbar (B2E).

Wir werden in den kommenden Jahren ganz sicher völlig neue Automatisierungen kennen lernen. Mit noch kleineren Gadgets die direkt am Körper sitzen entstehen vielen neue Möglichkeiten.
Welche Funktion vermissen Sie heute auf einem Smartphone, die eine Smartwatch leisten könnte?

Oder wird es mit Smartwatch und Smartglass dann doch einfach zuviel des Guten?

Quellen: mobiThinking & BGR

 

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Category: Meinung

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