Bedrohung von Android Geräten nimmt weiter zu

| 20. Dezember 2013 | 0 Comments

 

Android weit verbreitet

In Zentraleuropa erfreut sich Android einer sehr hohen Verbreitung. Gerade der Erfolg mit Samsung Geräten beschert Android weiter wachsenden Erfolg in Deutschland und vielen weiteren europäischen Ländern.

Antivirus

Aber macht es Sinn eine Antivirus Software auf einem Smartphone/Tablet zu installieren? Offensichtlich ist es so, vor allem wenn man ein Android Gerät besitzt.

Angriffe auf Smartphones sind vor allem ein Problem für Android Nutzer.

Das heisst nicht, dass Apple IOS oder Microsoft Windows Geräte sicherer sind, aber Android ist aufgrund der hohen Verbreitung ein interessantes und manchmal leicht angreifbares Ziel, so die Meinung der Sicherheitsexperten.

Ragib Hasan, Professor für Computerwissenschaften an der Universität von Alabama-Birmingham und Experte für Smartphone Schadprogramme sagt, „Die Verbreitung von Android Geräten ist sehr hoch, so macht es für Cyberkriminelle Sinn, sich auf diese Plattform zu spezialisieren.“

Eine amerikanische Studie des Department of Homeland Security im Juli besagt, dass 79% der identifizierten Schadprogramme für Smartphones auf Android zielen. Die weiteren Angriffe – und zwar 19% – zielen auf Symbian, ein älteres Smartphone Betriebssystem (weit verbreitet in Europa und Afrika).

Angriffe auf Apple IOS und Microsoft Windows Smartphones erfolgten jeweils in weniger als 1% aller Fälle.

Android SecurityDa mittlerweile mehrere Millionen Smartphones auf Google’s Android basieren, „ist es sehr einfach viele Android Nutzer mit einem Schaprogramm zu erreichen“, sagt Peter Stelzhammer, Gründer von AV-Comparatives, einer nonprofit Organisation, die Schadsoftware testet und bewertet.

Und die Bedrohung wächst weiter. Ende Juni wurden schon 718.000 schadhafte oder sogar sehr gefährliche Android Applikationen laut einem Bericht der Sicherheitsfirma Trend Micro gezählt. Wenn auch die Anzahl der Angriffe auf Windows Phones noch recht gering ist, ist auch hier eine deutliche Steigerung von 41% zu verzeichnen.

Etwa die Hälfte aller Angriffe erfolgt über sogenannte Trojaner, Programme, die sich als seriöse Software darstellen. Die Angriffe auf Android erfolgen meist per Textnachrichten an Kontakte, die dann Geld Überweisungen anstossen.

Andere Angriffe erfolgen durch heimliches Aufzeichnen von Tastatureingaben, Orten und Passwörtern. Weiter ist es auch möglich, dass die Nutzer ausgetrickst werden, um dann ohne deren Wissen gefährliche Software aus dem Internet auf das Smartphone zu laden.

Schutz gegen Angriffe

Die Angriffe erfolgen nicht nur aufgrund der Popularität von Android, sondern auch aufgrund der Art und Weise, wie die Software geladen werden kann. Während iPhone und Windows Phone Nutzer praktisch kaum eine andere Alternative als den jeweiligen App Store haben, können Android Apps von vielen verschiedenen Plattformen geladen werden. Und diese stehen nicht unter Kontrolle von Google, dem Hersteller von Android.

Der erste Schritt zum Schutz für Android Geräte ist natürlich die Nutzung des Google Play Store. Google prüft jede App, die dann zum Download angeboten wird. Hier bekommen Sie weitere Tipps zur Sicherheit bei Google: Hilfe gegen Malware

Google kann auch die Android Geräte scannen und so die installierte Software nach Schadprogrammen durchsuchen. Laut Google ist es daher nicht nötig eine weitere Antivirus Software auf einem Android Gerät zu installieren, da diese Services bereits durch Google selbst angeboten werden, so Adrian Ludwig, ein Android Sicherheitsexperte bei Google.

Allerdings deckt sich diese Aussage nicht mit der von anderen Sicherheitsexperten, die behaupten, dass selbst im Google Play Store infizierte Software existiert. Experten von Symantec haben rund 2.500 infizierte Apps gefunden, die 2013 in der Zeit von Januar bis August hochgeladen wurden.

Eigenverantwortung

Aber egal wie hoch die Gefahr heute auch sein mag, sie wird mit Sicherheit weiter steigen. Die Tatsache, dass Smartphones ständig Informationen über Aufenthaltsorte, Kontakte und finanzielle Transaktionen speichern machen sie zunehmend zu einem lukrativen Ziel für Angreifer.

Aufgrund dieses Trends sollten die Nutzer vor allem ihr eigenes Handeln sehr wohl überlegen und entsprechend vorsichtig neue Apps auswählen und nutzen, so die einstimmige Meinung aller Experten.

Fazit:
„Wenn man Antivirus Software auf den mobilen Geräten installieren kann, dann ist es auf jeden Fall sicherer“, sagt Roger Thompson, „chief emerging threats researcher“ bei ICSA Labs, einer Abteilung der amerikanischen Verizon.

Quelle

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Category: Nachrichten

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